Es ist dieses schleichende Gefühl, dass irgendwas im eignen Leben “zu viel” ist. Zu viele Dinge im Besitz, zu viele Verpflichtungen, zu viele Abhängigkeiten. Vielleicht denkst du schon länger über ein minimalistischeres Leben nach – aber was ist das und wozu genau soll das gut sein?

Ich habe mal 11 simple Tipps zusammengestellt. Sie helfen dir, den Fokus auf das wirklich Wichtige zu richten.

  • Mit allen kannst du noch heute anfangen und du spürst sofort die positiven Auswirkungen.
  • Sie sind realistisch. (Ich werde dich nicht bitten, dein Smartphone zu entsorgen).
  • Sie machen Stück für Stück glücklicher. Versprochen.

Was ist Minimalismus?

Minimalismus, auch Downshifting genannt, bezeichnet ein einfacheres Leben im Sinne von bewusstem Konsumverzicht. Wir leben in einer Gesellschaft, die Konsumgüter im Überfluss hat. Minimalisten trennen sich ganz bewusst von Überflüssigem, um mehr Platz und Freiheit für Wesentliches in ihrem Leben zu schaffen. Loslassen befreit.

Nicht jeder hat die gleiche Definition von einem minimalistischen Leben. Manche beschränken sich beispielsweise darauf nur 100 Dinge zu besitzen. So radikal muss man nicht unbedingt sein, um die Reduktion als Gewinn sehen zu können. Schon kleine Veränderungen und ein bewussterer Umgang mit den Menschen und der Natur kann viel bewirken.

Achtung: Minimalismus bedeutet nicht, in die Steinzeit zurück zu gehen, sondern sich auf wichtige Dinge zu fokussieren. So sind diese Ratschläge entstanden.

1. Stelle dir bei jedem Kauf die Frage: Brauch ich das wirklich?

Du wirst erstaunt sein, wie oft du zu Dingen greifst, die du überhaupt nicht brauchst.

Konsumverzicht

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2. Kauf dir was “Nacktes” zum essen

Achte darauf, nur Waren zu kaufen, die höchstens eine Verpackung haben.

In Berlin gibt es einen Laden, der “Original unverpackt” heißt. Dort kannst du, wie der Name schon sagt, “nackte” Lebensmittel kaufen. Ungefähr so wie früher in den Tante Emma Läden. Solche Läden sind hierzulande noch eine Seltenheit, aber Kunden bestimmen, was sie kaufen wollen. Und wo die Nachfrage steigt, da steigt auch das Angebot.

3. Hör dich um

Musik ist toll, keine Frage. Aber wenn du ständig mit Kopfhörern im Ohr herum rennst, nimmst du deine Umwelt nur noch eingeschränkt wahr. Auch das ist eine Form von Konsum.

Minimalismus

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4. Gehe um des Gehens Willen

Eigentlich gehen wir ja den ganzen Tag. Wir gehen, um irgendwo anzukommen. Zum Beispiel bei der Kaffeemaschine, im Supermarkt, im Restaurant, zur Arbeit. Geh doch mal ohne die Absicht los irgendwo anzukommen. Ein Spaziergang im Wald kann dafür ein ganz guter Anfang sein. Auch wenn das jetzt irgendwie altbacken klingen mag, du wirst sehen, deine Walks werden von Mal zu Mal länger.

5. Mach die Glotze aus

Du musst deinen Fernseher ja nicht gleich entsorgen. Schau dir deine Sendungen aber gezielt an. Während man im TV dauerberieselt wird, findet draußen das Real-Life statt. Oder nimm dir doch einfach mal ein gutes Buch zur Hand.

 

6. Parkbank-Sitting ist das neue Club-Hopping

Was spricht eigentlich dagegen, statt in den Club oder in die Bar zu gehen, mal auf der Parkbank Platz zu nehmen? Dein Getränk schmeckt dort genau so und ist günstiger. Die Stimmung ist doch viel entspannter. An der frischen Luft kann man sich eh gechillter unterhalten.

 

7. Werde leichter

Wenn du dich nicht motivieren kannst, den großen Frühjahrsputz zu starten, dann versuch es doch mal bei den kleineren Dingen. “Erleichtere” doch mal zunächst deinen Geldbeutel. Alte Fahrscheine, abgelaufene Karten und alles, was sich da so an unnötigem ansammelt, raus damit. Weiter geht es das mit der Tasche und der Schublade, die bin oben hin voll ist.

Buddha

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8. Einfach mal machen

Und zwar jetzt. Hör auf, dir die Dinge für morgen und übermorgen vorzunehmen. Das Leben findet hier und jetzt statt. Den “richtigen Zeitpunkt” gibt es eigentlich nicht…Oder vielleicht doch? Jetzt! Wenn du das mal verinnerlicht hast, wirst du auch automatisch eher mal nein sagen können, wenn du um etwas gebeten wirst, was dir eigentlich zuviel ist.

Minimalismus Teller

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9. Nimm dir bewusst Zeit für die Menschen, die dir wichtig sind

Sind es wirklich deine Facebookfreunde, die dir am wichtigsten sind? Wie viel Zeit verbringst du auf Facebook, Twitter und Co? Und wie viel mit dem besten Kumpel, der besten Freundin oder deinen Geschwistern?

 

10. Minimiere deine Verpflichtungen

Ach, musst du denn wirklich auf jede WhatsApp Nachricht sofort antworten? Nein, musst du nicht. Du musst auch nicht immer online sein. Genauso wenig, wie du immer allen Erwartungen, die an dich gestellt, gerecht werden musst. Wichtig ist, dass du dir darüber klar wirst, was und wer genau in deinem Leben wichtig ist. Setze deine Prioritäten dementsprechend. Der Lohn dafür ist dein persönliches Glück.

11. Drop out

Alleine sein kann reinigend sein. Hast du dir schon einmal überlegt, statt mit den Freunden nach Malle oder einem Citytrip in eine der Metropolen dieser Welt zu reisen, den Rucksack mit nur dem Nötigsten zu packen und dich ganz alleine auf den Weg zu machen. Beispielsweise in eine Gegend, wo du die Natur auf dich einwirken lassen kannst? In einer Gegend, die nicht vom Konsum und Massentourismus geprägt ist, kannst du mal so richtig die Seele baumeln lassen. Eine gewaltige Natur relativiert so einige deiner “Problemchen”. Sie  lehrt dich nicht nur der Ehrfurcht, sondern lässt es ebenso ganz gut zu, über das nachzudenken, was eigentlich wichtig ist in deinem Leben.

 

Du musst nicht alle Punkte auf einmal umsetzten. Versuche es aber mal mit zwei oder drei davon. Die Auswirkungen und das gute Gefühl, welches du unmittelbar danach hast, werden dich davon überzeugen, dass bewusster Verzicht glücklicher  machen kann. Wenn du mehr über kreativen Konsumverzicht und Minimalismus erfahren möchtest, dann schau dich doch zum Beispiel mal im Minima Muse Blog oder bei Einfachbewusst.de um.